Linearführungen
Linearschienen bilden die Grundlage eines Wälzführungssystems. Sie bestehen in der Regel aus einer Metallleiste mit Befestigungsbohrungen und einer Laufbahn für die Wälzkörper. Die Laufbahn kann flach oder profiliert ausgeführt sein.
Die Hauptaufgabe der Linearschienen besteht darin, die Belastung von den anmontierten Maschinenteilen auf die Wälzkörper zu übertragen und optimale Betriebsbedingungen für deren präzises Abrollen zu gewährleisten.
Charakteristik
Die Steifigkeit des Lagers sowie die Kraftrichtung hängen von der Form und dem Querschnitt der Führung ab.
Flachführungen (Typ J/S) können Lasten in senkrechter Richtung zur Lauffläche aufnehmen.
Profilierte Führungen (Typen M/V, N/O, R, RN, RNG) sind in der Lage, Belastungen in Richtungen aufzunehmen, die senkrecht zur Vorschubachse verlaufen.
Die zulässige Tragfähigkeit eines Lagers hängt vom Typ und der Anzahl der verwendeten Wälzkörper sowie von der Qualität der Wälzkörper und der Ausführung der Führungsbahnen ab.
Linearschienen verfügen über Befestigungsbohrungen, mit denen sie an der Maschinenkonstruktion montiert werden können.
Werkstoff
Standardmäßig werden Linearschienen aus Werkzeugstahl 1.2842 mit einer Härte von 58–62 HRC gefertigt.
Alternativ ist eine rostfreie Ausführung aus Stahl 1.4034 mit einer Härte von mindestens 54 HRC erhältlich.
Zunehmend werden auch technische Keramiken (z. B. ZrO₂) als Werkstoff für Linearschienen eingesetzt.
Keramiklager sind in bestimmten Anwendungen unersetzlich – sie können im Vakuum betrieben werden und benötigen keine Schmierung.
Zubehör
Die Stirnseiten der Führungen verfügen über Gewindebohrungen zur Befestigung von Endstücken oder Endstücken mit Abstreifern.
Endstücke begrenzen den Hub des Lagerkäfigs und verhindern dessen ungewolltes Herausgleiten aus der Führung.
Die Aufgabe der Abstreifer besteht darin, Schmutz von der Lauffläche fernzuhalten, um ein Eindringen von Verunreinigungen in den Wälzbereich zu verhindern und den Schmierfilm im Lagerinneren zu bewahren.







